Herbst mit Hund: Zwischen Blätterrauschen, Dunkelheit und dem Buffet am Wegesrand
Der Herbst kann wunderschön sein. Bunte Blätter, kühlere Temperaturen und endlich wieder Spaziergänge ohne Sommerhitze. Gleichzeitig bringt die Jahreszeit einige Herausforderungen mit sich. Besonders dann, wenn dein Hund Laubhaufen grundsätzlich für ein Buffet und jede Pfütze für einen Wellnessbereich hält.
Sichtbarkeit ist keine Nebensache
Es wird früher dunkel und Hunde sind zwischen parkenden Autos, Fahrrädern und schlecht beleuchteten Wegen schnell zu übersehen. Ein gut sichtbares Geschirr, reflektierende Elemente oder ein kleines Licht an Halsband oder Leine erhöhen die Sicherheit.
Das gilt besonders für kleine Hunde. Sie bewegen sich unterhalb des Blickfeldes vieler Menschen und verschwinden zwischen Laub, Dunkelheit und Großstadtverkehr besonders schnell.
Der Waldboden ist kein Selbstbedienungsladen
Pilze, Eicheln und Kastanien sehen für manche Hunde wie ein kostenloses Buffet aus. Einige Fundstücke können jedoch giftig sein oder beim Verschlucken einen Darmverschluss verursachen.
Besondere Vorsicht gilt bei:
• unbekannten Wildpilzen
• Eiben mit roten Früchten
• lilafarbenen Herbstzeitlosen
• rosafarbenen Pfaffenhütchen
• Rosskastanien und grünen Samenschalen
• größeren Mengen Eicheln
Hat dein Hund etwas Verdächtiges gefressen, fotografiere den Fund, sichere wenn möglich eine Probe und kontaktiere sofort deine Tierarztpraxis. Bitte keine Hausmittel geben und nicht eigenständig Erbrechen auslösen.
Wie du ein zuverlässiges Ausgeben oder den Handtouch trainierst, zeige ich dir im Einzeltraining bei Dogs and the City in Berlin.
Zecken haben noch keinen Feierabend
Nur weil der Sommer vorbei ist, verschwinden Zecken nicht automatisch. Einige Arten sind bis weit in den Herbst und sogar an milden Wintertagen aktiv. Kontrolliere deinen Hund nach dem Spaziergang weiterhin gründlich und besprich einen passenden Zeckenschutz mit deiner Tierarztpraxis.
Nass, kalt und trotzdem kein Modeproblem
Nicht jeder Hund benötigt einen Mantel. Kleine, kurzhaarige, ältere oder gesundheitlich angeschlagene Hunde können bei Kälte und Nässe aber schnell auskühlen. Ein gut sitzender Mantel ist dann kein modisches Statement, sondern funktionaler Schutz.
Entscheidend ist nicht, wie niedlich dein Hund darin aussieht. Entscheidend ist, ob er sich frei bewegen kann und sich damit wohlfühlt.
Auch der Kopf muss sich umstellen
Dunkelheit, Wind, raschelndes Laub und plötzlich auftauchende Menschen können unsichere Hunde stärker beschäftigen. Gib deinem Hund Zeit, halte ausreichend Abstand und belohne ruhiges Beobachten und freiwillige Orientierung an dir.
Du möchtest, dass dein Hund auch bei Dunkelheit, Stadtverkehr und vielen Umweltreizen sicherer an deiner Seite bleibt? Im Einzeltraining entwickeln wir Übungen, die zu euch und eurem Alltag passen.
Komm ins Training und macht den Herbst gemeinsam zu eurer entspannten Jahreszeit.