„Deine Hunde müssten das doch können …?“
Ein kleiner Reality-Check aus dem Leben einer Hundetrainerin
Hundetrainerin sein bedeutet offenbar für viele: perfekte Hunde, perfekte Leinenführigkeit, perfektes Verhalten, jederzeit, überall, auf Knopfdruck.
Spoiler: Nope.
Ja, ich bin Hundetrainerin. Und ja, meine eigenen Hunde haben Baustellen. Manchmal bellen sie. Manchmal sind sie überfordert. Manchmal sind sie einfach Hunde. Schockierend, ich weiß.
Meine Hunde sind keine Vorführmodelle und ich lebe nicht in einem Trainingsvideo. Wir leben im echten Alltag, mit Emotionen, Stressoren, Entwicklungsschritten und auch mal Rückschritten. Genau dort entsteht Training. Nicht in Perfektion, sondern in Beziehung, Verständnis und sinnvoller Unterstützung.
Wer erwartet, dass Hunde von Trainer:innen „fertig“ sind, erwartet Kontrolle statt Kompetenz. Gute Trainer:innen haben keine perfekten Hunde, sie haben Werkzeuge, Erfahrung und den Mut, ehrlich hinzuschauen. Ich trainiere nicht für Applaus von außen, sondern für funktionierende Alltage, faire Kommunikation und echte Lebensqualität – für Mensch und Hund.
Und ganz unter uns: Wenn meine Hunde immer perfekt wären, hätte ich vermutlich den wichtigsten Teil meines Jobs verpasst.
Hast du weiterführende Fragen? In meinen FAQ´s findest du eine Auswahl häufig gestellter Fragen.